Heute ist das Morgen von Gestern!
Der letzte Tag vor dem der Abreise ist also schon dem Ende geneigt. Wie das immer so ist: Bei der Anreise denkt man an unüberbrückbare Zeit, Qual und Leid wie schlimm es doch alles werden könnte und dann ist es auch schon wieder so gut wie vorbei.
Heute kam „endlich“ ein wenig der erwartete naturwissenschaftliche Teil ins Thema, dass nun übrigens ganz genau lautet „Orientieren – Planen – Handeln in komplexen Lebenssituationen.“ Interessanter war das natürlich nicht zuletzt deswegen weil ich mich – wie könnte es auch anders sein – mal wieder mit der „Autoritätsperson“ (die sich aber zum Glück anders als in der Schule nicht strikt als solche versteht) angelegt habe. Aber zum Glück sind wir ja in einem freien Land in dem man seine Meinung äußern darf und von dem Recht anderer Ansichten zu sein auch rege Gebrauch machen darf.
Nach Kurs und Billardspiel folgte das Abendbrot. Heute lagen schon vorsorglich die Fragebögen aus. Wie ich ja bereits sagte war die Verköstigung durchaus akzeptabel. Einzig beim Abendbrot unter „Was können wir verbessern / ändern?“ habe ich eingetragen „Keine Mettschweine mehr… Bitte?“ Diese Abartigkeit hatten die nämlich gebracht… Allein bei dem Gedanken wird es mir schon wieder ganz anders… Ein Haufen Mett und der vordere Teil drapiert wie ein Schweinekopf… Wirklich eklig.
Der schönste Teil folgte allerdings danach. Nein, es was nicht „Identität“ – ein Film der wieder mehr im Mittelmaß planschte als im Überdurchschnitt zu kraulen – sondern die Nacht als solche. Die letzten Tage waren ja immer verhangen, neblig bis zum abwinken und ziemlich feucht. Heute war das wenigstens gegen Nachmittag und Abend anders. An dieser Stelle noch Mal ein ganz kleiner Abstecher in Sachen „Männlichkeit“:
Beim Film kamen natürlich auch wieder Kommentare. Ich wusste, dass der Ausdruck den ich vorgestern erwähnt hatte nicht ganz der originale war; es hieß nämlich „Zuckerschnecksche.“ Einer allerdings ging dann doch zu weit. Über das mit der Zuckerschnecke wurde gelacht, tendenziell profane Zwischenrufe wie „Aber nur für private Zwecke“ nach der Frage einer Darstellerin an einen Darsteller der einen Polizisten verkörperte ob er sie denn jetzt festnehme (bitte setzt die Kommata richtig… ihr wisst, dass ich das nicht kann) wurden mit einem zustimmenden Schnauben quittiert und der Ruf „Endlich mal wieder ne Frau nach 4 Tagen!“ wurde neben dem begleitenden Pfeifen zu einem Playboy allgemeinhin erwiedert. Der Ruf „MÖPSE!“ zum Ende des Films – als die Darstellerin wirklich einfach nur in der Gegend stand – war allerdings scheinbar selbst für die reinsten Machos ein wenig… übertrieben und wurde nicht erwidert. Ist da jemand über’s Ziel hinaus geschossen?
Zurück aber zur Nacht: Kurz nach dem Abendbrot ging ich schon Mal auskundschaften wo man am besten Sterne gucken konnte, denn es zeichnete sich ab, dass die Nacht klar und der Boden trocken genug sein würde. Für die Interessieren: Von den Unterkünften in Haus 28 bzw. 29 kann man einfach über die Wiese und den Zaun auf einen Hügel laufen, von wo aus man wunderbar ins nächste Dorf, viel wichtiger aber noch ungestört in den Himmel blicken kann.
Es sind sogar ein paar Fotos entstanden. Astrofotografier gestaltet sich selbst mit einer DSLR nicht unbedingt trivial… Ich bin gespannt was d’rauß geworden ist… Aber sowas sind dann die lohnenswerten Momente. Wenn man dann wieder zu den Unterkünften dackelt und einem aus den Fenstern die Angetrunkenen entgegenbrüllen weiß man einfach, dass man nichts verpasst hat. Wahrlich nicht.
Damit ist dieser Tag auch schon ge- bzw. erzählt und somit schließe ich diesen Eintrag hier einfach mal. Morgen Rückfahrt! Juhu! Serien! The Big Bang Theory! NCIS! Heroes!











